Regatta-Wimpel des SU-YCS

Sportunion

Yachtclub Seewind

der familiäre Segelverein an der Oberen Alten Donau 98 in Wien

OPTI-Segeln - so machst du es richtig!

∴ Ausrüstung eines Optis ∴ Das Aufriggen

Besuche auch

∴ Abenteuer Segeln mit Yannik bei der Mittelmeer Meisterschaft und der OPTI-WM in Thailand.

∴ Training mit Training-Tipps, Bildern vom Training vor Maltas Küste und ein paar Videos.

 

Opti-Segeln

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Ausrüstung eines Optis

Wir erklären dir hier ziemlich ausführlich die Bestandteile eines Regatta-Optimisten. Das liest sich im wahrsten Sinne des Wortes „ziemlich trocken”.

Komme einfach bei uns am Wasser vorbei und probiere es an einem unserer Schul-Optis aus. Du wirst sehen, mit dem Boot vor dir, ist auch das Aufriggen des Opti (siehe nächsten Abschnitt) keine Hexerei. Und ab aufs Wasser!

Die Auftriebskörper

Der Opti (Optimist) ist mit 3 Auftriebs­körpern aus­gerüstet, die ihn unsink­bar machen.


Die Schleppleine

ist eine wichtige Sicher­heits­aus­stattung, die das Ein­hängen des Opti in einen Schlepp­zug ermöglicht.

Aufbau eines Schleppzugs:

Der hintere Opti hängt mit der Schlaufe seiner Schleppleine am Haken der Schleppleine des vorderen Opti. Der wiederum hängt mit der Schlaufe seiner Schleppleine…


Die Pütz

muss geeignet sein

Wichtig:


Das Schwert

wird mit der runden Kante in Fahrtrichtung in den Schwertkasten gesteckt.

Das Schwert des Opti wird je nach Kurs und Windstärke in verschiedenen Stellungen gefahren. Damit das Schwert die richtige Höhe beibehält, wird es durch einen Gummizug in der gewünschten Stellung blockiert.

Die gezeigte Gummiführung bietet den Vorteil: Der Gummizug kann sowohl

Gegen Verlieren bei einer Kenterung muß das Schwert mit einer Sicherungsleine am Rumpf befestigt werden. Hier bietet sich ein Kunstoffschäkel an, der an einer Kunststoff-Öse am Schwertkasten eingehakt wird.


Die Trimmmöglichkeit des Schwertes:

Der Lateralpunkt (in diesem virtuellen Punkt wirkt die Kraft, die den Opti am Abtreiben quer zur Fahrtrichtung hindert) kann durch Verschieben des Schwerts in Längsrichtung des Opti um mehrere Zentimeter verschoben werden.

Zusammen mit dem Trimm des Mastfalls (das die Lage des Winddruckpunkts in Längsrichtung des Opti verschiebt) kann erreicht werden, dass der Opti bei jeder Windstärke ohne Ruderdruck geradeaus fährt.

Schwert in vorderster Position

Schwert in hinterster Position

Durch Kunststoff-Gleitstreifen kann zuviel Spiel des Schwerts im Schwertkasten eliminiert werden.


Die Schot

wird wie gezeigt geführt. Am freien Block ist der Verlängerungstampen ein­ge­bunden (zur Affenschaukel). Seine Länge wird drei­fach an Schot­länge ein­ge­spart (wegen der drei­fachen Übersetzung).

Die Blöcke am Rumpf des Opti werden mit Federn oder Kunststoffhülsen in einer aufrechten Position gehalten. (Der Block kann sich sonst mit der Schot verklemmen.)

Ein Ratschenblock erleichtert bei mehr Wind die Haltearbeit.

Bei wenig Wind sollte das Segel jedoch immer aus der Hand gefahren werden.

Wichtige Schoteigenschaften


Die Affenschaukel

hat die Aufgabe die Zugkraft der Schot an zwei Stellen in den Großbaum einzuleiten und so dessen Durchbiegung zu verringern.

In ihrer Mitte ist ein Metallring eingebunden, an dem mit einem Schnappschäkel der Verbindungstampen zur Schot eingehängt wird.

Die Auslenkung der Affenschaukel kann durch ein Bändsel, das durch den Metallring und um den Baum läuft begrenzt werden. Der Abstand zwischen Baum und dem tiefsten Punkt der Affenschaukel muss kleiner als 10 cm sein. (Der Kopf der Seglerin / des Seglers darf nicht durch diese Öffnung passen!)

Der Tampen, aus dem die Affenschaukel hergestellt wird muss extrem dehnungsarm sein. (Hier wirken sehr große Zugkräfte.)

Die Länge der Affenschaukel muss nachstellbar sein. (Um Materialdehnungen auszugleichen.)


Die Ausreitgurte

sollten mit Gummizügen nach oben gespannt werden. (So kann der Fuß der Seglerin / des Seglers schnell unter den Gurt gleiten.)

Die Ausreitgurte sollten gepolstert sein.

Die Ausreitgurte können am vorderen Ende und / oder am hinteren Ende nach oben gespannt werden.

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Das Aufriggen

ist das Aufstellen des Mastes und Befestigen des laufenden Gutes (Leinen, Fallen und Schoten) und der Segel. Alle Trimmhinweise stammen von der mehrfachen deutschen Opti-Weltmeisterin Tina Lutz (GER 11361, geboren am 25.10.1990).


Anbändseln

Das Opti-Segel wird an seinem Vor­liek mit Bändseln am Mast und an seinem Unter­liek am Baum befestigt. Dazu sind am Vor­liek und am Unter­liek Kauschen (Ösen) vorhanden.

Die Bändsel sind so zu wählen, dass maximal 1 cm Abstand zwischen Vorliek und Mast bzw. Unterliek und Baum bleibt.

Grundtrimm: Abstand zum Baum gleich­mäßig 8 mm, Abstand zum Mast gleich­mäßig 2 mm.

Die Bändsel sind mit Knoten zu fixieren. Die Bändsel brauchen beim Auf-und Abtakeln nicht aufge­knotet zu werden, wenn das Segel am Baum ver­bleibt. (Das Segel wird vom Mast abge­zogen und um den Baum auf­ge­wickelt.)

Die beiden Bändsel durch die Öse am Segel­hals werden mehrfach geschlungen.

Das Bändsel­material (dünne Leinen­stücke) sollte dünn aber dehnungs­arm und nicht rutschig sein.


Höhenjustierung

Es sind verschiedene Befestigungssysteme in Gebrauch. Ein einfaches Befestigungs­system verwendet zwei kleine Aluminium-Zylinder, die in ent­sprechende Bohrungen am Mast ein­ge­schoben und mittels des Verklickers fixiert werden. Diese Aluminium-Zylinder sind durchbohrt und fixieren wiederum die Bändsel.

Das Opti-Segel ist an seinem Top mit einer Öse (Kausch) ausgerüstet, die seine Abstandsjustierung und Höhenjustierung am Mast mittels zweier Bändsel erlaubt. Ein zusätzliches (loses) Sicherungsbändsel ist erlaubt.

- Das obere Befestigungsbändsel befestigt das Segeltop im richtigen Abstand zum Mast. (Maximal 1 cm Abstand erlaubt, Grundtrimm: 2mm)

- Das untere Bändsel stellt die Höhe des Segels am Mast so ein, dass die Mess­marke des Segels zwischen den beiden korres­pon­dier­enden Mess­marken am Mast liegt.


Vorliekspannung

Die richtige Höhe des Baums am Mast wird mit einem Bändsel justiert, das von der Baum­gabel über einen Zapfen am Mast wieder zurück zur Baum­gabel verläuft und vor dem Mast ver­knotet werden kann.

Die Länge dieses Bändsels bestimmt zusammen mit der Höhen­jus­tierung des Segel­tops (das wurde bereits ein­ge­stellt) die richtige Spannung des Vor­lieks.

Grundtrimm:


Spriet

Das Opti-Segel wird mit einer Spriet in seine Form gebracht (Spriet­takelung).

Die Spriet hat an beiden Enden (meist unter­schied­lich aus­ge­formte) Zapfen, die obere und die untere Spriet­nock.

Die obere Spriet­nock wird in die ent­sprech­ende Schlaufe am Segel ge­steckt.

Die untere Spriet­nock wird in die Spriet­talje eingehängt.

Das Ende der Spriet­talje wird in einer Schlitz­klemme vorne am Mast fest­gesetzt.

Ein Griff am Ende der Spriet­talje er­leich­tert deren Durch­setzen auf dem Wasser.

Grundtrimm:


Baumniederholer

Der Baum­nieder­holer ver­hindert ein Hoch­steigen des Segels bei Vor­wind­kursen und er­laubt in Maßen auch den Trimm des Segels

Der Baum des Opti wird mit dem Baum­nieder­holer nach unten gespannt.

Der Baum­nieder­holer wird mit seinem losen Ende durch die Schlitz­klemme am Mast geführt und dort fest­ge­setzt.

Der Baum­nieder­holer wird erst durch­ge­setzt, nach­dem das Segel mit der Spriet getrimmt wurde.

Grundtrimm:


Unterliekstrecker

Das Opti-Segel wird wesent­lich auch mit dem Unter­liek­strecker getrimmt.

Der Unter­liek­strecker wird vom Baum­nock durch die Kausch im Segel, zu­rück zur Baum­nock und dann parallel zum Baum bis zu einer Schlitz­klemme geführt. Das freie Ende kann durch einen Griff oder eine Kugel griff­günstig abge­schlossen werden.

Eine Maßein­teilung auf dem Baum er­leichtert das Merken des Unter­liek-Trimms.

Das Bändsel durch die Kausch am Schot­horn, durch die auch der Unter­liek­strecker geführt wird, wird mehr­fach ge­schlun­gen. (Ab­stand Unter­liek zum Baum: max. 1 cm.)

Grundtrimm:


Mastfall

Der Mast steckt an seinem unteren Ende in einem Mast­schuh, der mittels einer Stell­schraube in Längs­richtung des Opti ge­trimmt werden kann.

Dadurch ver­ändert man das Mast­fall (Mast­nei­gung in Längs­rich­tung), das mit einem Maß­band von der Mast­spitze zur Ober­kante des Hecks gemessen wird. Eine Gummi­schlaufe ver­hindert ein unbe­ab­sich­tig­tes Verd­rehen der Stell­schraube.

Grundtrimm:

Dieser Trimm ist stark von den exakten Maßen des Opti, und auch stark vom Körper­gewicht abhängig.

Ausprobieren: bei jeder Wind­stärke soll der Opti ohne Ruder­druck gerade­aus fahren.


Mastsicherung

Der Mast muß gesichert werden. Im Falle einer Kenterung könnte andern­falls der Mast aus dem Mast­schuh rutschen und bei Welle oder spätestens beim Auf­richten des Opti durch seine große Hebel­wirkung die Mast­bank zerstören:

Zur Sicherung des Masts kann ein Tampen dienen, der an einer Öse an der Mast­bank befestigt wird.


Ab aufs Wasser!

Schwert und Ruder liegen beim Slippen im Rumpf und werden erst bei ausreichender Wasser­tiefe in die jeweilige Arbeits­position gebracht.

Praddel zum Paddeln

Es ist ein ange­bun­denes Praddel (Paddel) mit­zu­führen (es gibt auch Flautentage).

Eine Schwimm­weste mit einem dem Körper­gewicht ent­sprechen­dem Auf­trieb ist Pflicht und muss von Anfang an getragen werden.

Protestflagge

Bei Wett­fahrten wird - je nach Aus­schreibung - eine Protest­flagge benötigt. Diese hängt hier mit einem kleinen Schnapp­haken am Baum­nieder­holer.

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